Die atomare Dialektik des Barack Obama

Auf seiner Europa Tournée macht Obama gerade Station in Prag, wo er, im Duktus Martin Luther Kings, seinen Traum einer Welt ohne Atomwaffen verkündete. Schön, denkt man sich da zunächst. Er wird sicherlich gleich klarmachen, dass als oberstes Ziel gelten muss, die kriegerischen Teheraner Mullahs daran zu hindern ihre atomaren Ambitionen zu verwirklichen. Stattdessen folgt eine sicherlich berechtigte, wenn auch zurzeit hinten anzustellende Forderung nach internationaler nuklearer Abrüstung.

Zwar wird Nordkorea für seine Raketentests verurteilt, es wird gar mit Bestrafung gedroht, in Richtung Iran lässt Obama hingegen nur eine als Bitte zu verstehende Wolke des Verständnisses schweben. Man möge doch überlegen, nicht doch einzulenken und die Chance auf eine positive Zukunft nicht aufgeben. Da fragt man sich doch gleich: Positiv für wen?

In einem Interview gab Amir Taheri kürzlich zu bedenken, man müsse um den Iran richtig einschätzen zu können zwei Dinge trennen: Den Iran der Revolution und den Iran als Staat. Letzterer würde durchaus pragmatisch-berechenbar handeln, ginge es aber um die Ziele der Revolution, wie die Vernichtung Israels, werden Entscheidungen aufgrund von Ideologie getroffen.

Diese, eigentlich banale Erkenntnis, scheint sich aber noch nicht bis zu Obama herumgesprochen zu haben. Ein Grund für diese Blind- und Taubheit könnte – wie hier bereits vermutet – neben dem allgemeinen Bedürfnis mit gemäßigten Terroristen zu verhandeln, die dem Iran zugedachte Rolle bei der Befriedung Afghanistans sein.

Einerseits soll also die ganze Welt am besten in ein rosarotes habdichlieb-Kuschelland verwandelt, mindestens aber atomwaffenfrei werden, andererseits sorgt dieser Kurs genau dafür, dass sie es nicht wird.


 

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